Brandverletzungen zählen zu den schmerzhaftesten Verletzungen, insbesondere bei Kindern. Die VR-Applikation Kura soll Kinder beim regelmäßigen Verbandswechsel begleiten und Traumata mildern.

Sind Brandverletzungen nicht schon selbst extrem traumatisierend, so ist der regelmäßig notwendige Verbandswechsel mit weiteren intensiven Schmerzen verbunden und besonders für junge Opfer emotional erhebliche belastend.

Um diese traumatische Situation zu entschärfen, haben Natalie Betsch und Anna-Lena Böttcher ein Konzept entwickelt, das die Schmerzwahrnehmung während der Behandlung reduziert. In der VR-Anwendung Kura tauchen die Kinder in eine fantasievolle Weltraumumgebung ein und erleben interaktive Missionen, die ihre Aufmerksamkeit aktiv binden und sie vom Behandlungsgeschehen distanzieren. Ergänzende Elemente wie ein Schmerztagebuch, Einschlafgeschichten, ein Kuscheltier sowie ein strukturiertes Begleitkonzept für Eltern und medizinisches Personal runden das Konzept ab.

Das sagt die Jury

Es ist ein Produkt entstanden, das den Jüngsten in unserer Gesellschaft zugute kommt – nicht nur situativ während der Behandlung, sondern als kontinuierlicher Begleiter im Alltag. Das ganzheitlich ausgearbeitete Konzept trägt spielerisch dazu bei, Ängste und die Schmerzwahrnehmung zu reduzieren und das Risiko einer Retraumatisierung abzufedern. Es hilft nicht nur den betroffenen Kindern, sondern auch deren Angehörigen und allen, die den oft langwierigen Heilungsprozess begleiten.

Kura
Natalie Betsch und Anna-Lena Böttcher
Masterarbeit SS 2025
HTWG Konstanz, Studiengang Kommunikationsdesign
Betreuung durch Prof. Valentin Wormbs und Yannic Seitz

Alle Abbildungen: Natalie Betsch und Anna-Lena Böttcher