design
Philipp Cartier mit Lisa Hinze, Frederik Kampe, Jule Helene Leinpinsel, Robert Schröter
Hochschule für bildende Künste (HFBK) Hamburg
Schwerpunkt Design
   
betreuung
Prof. Dr. Jesko Fezer, Prof. Dr. Friedrich von Borries

GESTALTUNGSZENTRALE POLITIK

PROJEKTINFORMATIONEN

Die Gestaltungszentrale Politik hat sich zum Ziel gesetzt, eine neue demokratische Gestaltungskultur in der Politik zu etablieren, in der das „Entwerfen“ und das „Entscheiden“ in einer angemessenen Balance zueinanderstehen. Wie entstehen Entwürfe für Gesetze, Maßnahmen oder Positionen?

Zu dieser Fragestellung hat Philipp Cartier die politische Arbeitsweise um eine Entwurfspraxis erweitert. Das Projekt fokussiert sich in den drei Bereichen Verstehen, Vermitteln & Verändern auf mehrere Schritte. Der erste Prototyp im Bereich „Verändern“ ist im Prozessbericht dokumentiert. Die Gestaltungszentrale hat einen Bundestagsabgeordneten dabei begleitet, wie er sich ein Bild seines digitalpolitischen Schwerpunktes macht. Ein zweites Projekt ist der Gestaltungsatlas Politik, der grundsätzlich allen interessierten Menschen zugänglich sein und Möglichkeiten der politischen Partizipation im Zusammenhang mit der Gesetzgebung aufzeigen soll.

Die Gestaltungszentrale entstand im Rahmen der Abschlussarbeit von Philipp Cartier, versteht sich aber als ein kollektives Projekt mehrerer Beteiligter.

JURY STATEMENT

Anders als im Design, stehen in der Politik vor allem die Ergebnisse und weniger der kreative Prozess im Vordergrund. Philipp Cartier und sein Team bringen mit der Gestaltungszentrale Politik Designmethoden in politische Prozesse ein, um Entscheidungen explorativer zu machen.

Die Idee, politische Prozesse gestaltend zu begleiten ist ein vielversprechender Ansatz. Vielleicht finden sich in einer neuen demokratische Gestaltungskultur Lösungsoptionen, die außerhalb der gängigen Wahrnehmung und erwartbarer Ergebnisse liegen.