design
lucas balcilar
hochschule für technik und wirtschaft berlin
industrial design, bachelor of arts
betreuung
prof. pelin celik
prof. birgit weller

PROTHESE 2.0

PROJEKTINFORMATIONEN

Einfach die Hand ausstrecken und zugreifen? Mit den Armprothesen von heute geht es noch nicht. Hier schon. Im Handgelenk sind Kameras eingebaut. Die ihnen hinterlegte KI-Technik erkennt das anvisierte Objekt und wählt den passenden Griff-Typ aus. Ein Muskelzucken und die Hand schließt sich. Sensoren in den Fingern registrieren den Andruck. Deren Daten und die der Handbewegungen geben, zu Vibrationsmuster umgerechnet und an geeignete Muskeln im Stumpf übertragen, dem Träger die Illusion, selber zu greifen. Das Fremdkörpergefühl schwindet.

JURY STATEMENT

Für die Handhabung ist ein Schritt weiter gewonnen. Was an Mikroelektronik, Sensorik, Netzwerktechnik und einschlägigen Forschungsergebnissen verfügbar und geeignet erscheint, ist der Prothese mit Gewinn einverleibt, in der Form- und Farbgestalt sichtbar gemacht und zum Teil offengelegt in den Durchbrüchen an Arm, Handrücken und Fingern. Dem technikaffinen Nutzer mag die androide Cyborg-Ästhetik zusagen. Für den, der mit seiner Behinderung eher zurückhaltend umgeht, sind textile Überzüge passend zur übrigen Kleidung konzipiert.